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Die Notwendigkeit einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Energieversorgung wurde von der Wissenschaft, von nationalen und internationalen Entscheidungsträgern, aber auch von den Interessensvertretungen aus der Wirtschaft erkannt. Sie ist heute praktisch unbestritten. Es wurden daher vielfältige Szenarien entwickelt, wie eine solche Energieversorgung ausgestaltet werden könnte.

All diesen Szenarien ist eines gemein: sie gehen vom derzeitigen, auf vergleichsweise günstigen und gut verfügbaren fossilen Energieträgern beruhenden Energieverbrauch aus und extrapolieren diesen unter Variation einiger Parameter (z.B. Rohölpreis) über Jahrzehnte. Ergebnis: ein exorbitant hoher künftiger Energieverbrauch, der nicht mit erneuerbaren Energieträgern gedeckt werden kann. Die Antwort, womit dieser Bedarf langfristig zu decken ist, bleibt im Allgemeinen offen.

Außer Betracht bleibt oft, dass es – sehr langfristig gesehen – praktisch nur erneuerbare Energieträger geben wird. Die Bedarfsdeckung mit diesen muss daher möglich sein.

In dem vorliegenden Projekt soll daher ein neuer Ansatz verfolgt werden. Die in Zukunft zur Verfügung stehenden Ressourcen an Energieträgern und die mit diesen bereitstellbaren Energiedienstleistungen werden ermittelt. Zunächst werden Fakten über die zur Verfügung stehende Energie erarbeitet. Darauf aufbauend werden Szenarien entwickelt, wie durch gesteigerte Energieeffizienz, den Einsatz neuester Technologien sowie geändertes Verbraucherverhalten mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen das Auslangen gefunden werden kann. Ziel dabei ist es, die Energiedienstleistungen und den Komfort zu erhalten oder noch zu steigern, den Energiebedarf hierfür allerdings zu senken. Damit werden anzustrebende „Energiezukünfte“ definiert, die auf lange Sicht aufrecht erhalten werden können. Bedarf und Bereitstellung durch erneuerbare Energieträger stehen im Einklang.

Die einzelnen entwickelten Szenarien werden in weiterer Folge einer Nachhaltigkeitsbewertung unterzogen. Eine optimale „Energiezukunft“ wird ausgewählt.

Die Ergebnisse dieses Projekts liegen seit Jänner 2011 vor und wurden bereits öffentlich präsentiert (Hand-Out).

Zudem wurde eine Kompaktfassung der über 400 Seiten umfassenden Studie erstellt.

 

Das Projekt wurde aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms „ENERGIE DER ZUKUNFT“ durchgeführt. Dieses Programm wird im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie und des Bundesministeriums für Wirtschaft (http://www.bmvit.gv.at) und Arbeit durch die Forschungsförderungsgesellschaft abgewickelt.