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Umweltdachverband: Schluss mit Papiertigern – Weltklimavertrag jetzt mit Biss umsetzen! FWU-Präsident bei parlementarischer Enquete am 23.06.2016

Utl.: - UWD fordert Bundesregierung auf: Ambitionierte Energiestrategie entwickeln!

- Fokus auf Reduktion des Energieverbrauchs und Erhöhung der Energieeffizienz

- Klima schützen und besser leben mit weniger Energie

 

Wien (UWD) Heute findet im Parlament eine Enquete zum Thema „Was kommt nach Paris? – Diskussion zur Umsetzung des Klimavertrags von Paris in Österreich“ statt. „Die Annahme des Vertrags vergangene Woche im Ministerrat war ein erster Schritt in eine nachhaltige Klimazukunft. Jetzt gilt es, diese Verpflichtung ernst zu nehmen, eine wirkungsvolle Strategie zu entwickeln und ambitionierte Ziele samt Maßnahmenkatalogen und Zeithorizonten konkret zu definieren und konsequent in die Tat umzusetzen! Gefragt sind energisches Handeln zur Vermeidung von Energieverschwendung und zur entscheidenden Steigerung der Energieeffizienz sowie eine drastische Reduktion des Energieverbrauchs“, erklärt Reinhold Christian, Vizepräsident des Umweltdachverbandes.

Zwtl.: Umsetzung von Klimazielen in der Praxis ist essenziell

Die Dringlichkeit der Umsetzung ist bei den politischen EntscheidungsträgerInnen allerdings noch nicht angekommen. Der Prozess zur Entwicklung einer integrierten Energie- und Klimastrategie wurde bereits vor dem Start hinausgeschoben – die Arbeiten zum Weißbuch werden erst 2017 beginnen. „Bisherige Maßnahmen wie die Energiestrategie und das Energieeffizienzgesetz sind aus der Perspektive ,Paris‘ absolut unzureichend: kurzfristig angelegt, lückenhaft, zu schwache Ziele. Mit dem aktuell vorliegenden Entwurf einer Novelle des Methodendokuments der Energieeffizienz-Richtlinienverordnung droht das Energieeffizienzgesetz vollends zur Lachnummer zu verkommen“, sagt Christian. „Mit althergebrachten Politikmustern und kontraproduktiven Interventionen rückwärtsgewandter Lobbys kann die Herausforderung des Klimawandels nicht bewältigt werden. Eine erfolgreiche Klimapolitik im Sinne der längst fälligen Dekarbonisierung verlangt nach einem tiefgreifenden Umbau des Energiesystems. Der Energieverbrauch muss halbiert werden, um ihn mit erneuerbarer Energie decken zu können – eine Herkules-Aufgabe, die gemäß unseren Studien bis etwa 2050 zu schaffen ist. Dazu braucht es wirksame politische Instrumente – einen geeigneten Rechtsrahmen und finanzielle Anreize durch eine ökologische Steuerreform. Die Abschaffung kontraproduktiver Förderungen, für die der Umweltdachverband seit langem eintritt, ist der erste logische Schritt, damit eine naturverträgliche Energiewende gelingen kann. Wir müssen sofort und energisch handeln!“, so Christian abschließend.

Nachfolgend finden Sie einen Auszug des Parlaments zur Enquete:

https://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2016/PK0732/index.shtml

https://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2016/PK0729/index.shtml

https://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2016/PK0728/index.shtml

https://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2016/PK0726/index.shtml